Rezepte: Ingwerbier (alkoholhaltig)

Ingwerbier gibt es in vielen Variationen, alkoholisch und alkoholfrei, von karibischem über surinamisches, indonesisches, nigerianisches. Alle haben sie gemeinsam, dass Ingwer eine der Zutaten ist, und das Resultat flüssig ist, und mehr oder weniger süßlich-scharf. Überwiegend gekühlt getrunken, wirkt es appetitanregend, verdauungsfördernd, außerdem werden Ingwerbier auch die Effekte vom Ingwer selbst zugesprochen (wie z.b. Linderung von Rheuma, Arthritis, Übelkeit, Reduzierung von Blutverklumpung, Blutreinigend und Leberspülend). Außerdem schmeckt es hervorragend, vorausgesetzt man mag Ingwer. Diese Zubereitung ist eine Variation eines karibischen Ingwerbiers, verfeinert und abgerundet durch zahlreiche Experimente und Selbstversuche.

Zutaten für 8-9 Liter (5 Tage)

  • 2 kg möglichst frischen Ingwer
  • 1.2 kg Zucker
  • 500 g Honig
  • Saft mehrerer Limetten (Konzentrat geht auch)
  • wahlweise ein Bund Zitronengras (Serret)
  • 84 g Hefe (frische Back- oder Brauhefe – erstere resultiert in deutlicherem Hefegeschmack)

Zubereitung

Vorbereitung

  • Ingwer 12 Stunden in Wasser einweichen, spülen und bürsten (Brausen mit hohem Wasserdruck tut es auch).
  • Dunkle und weiche Stellen wegschneiden.
  • Ingwer in Stücke schneiden, welche klein genug sind, um vom Stabmixer weiter zerkleinert werden zu können und in den großen Topf geben.
  • Topf mit Wasser etwa halb füllen, mit Stabmixer den Ingwer zerkleinern.
  • Limettensaft und Nelken dazugeben, Topf mit Wasser auffüllen – genug Platz für Zucker und Honig lassen (entsprechend etwa der Menge von 2 Litern).
  • Zitronengras – falls gewünscht bzw vorhanden – hineintun.
  • Topfinhalt erhitzen, aufkochen lassen, dann mit reduzierter Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen.
  • 1 kg Zucker sowie 500 g Honig zufügen. Durchrühren, und abkühlen lassen (etwa 4 Stunden)
  • Wenn soweit abgekühlt daß Hefe darin überlebensfähig ist, ein wenig der Brühe abschöpfen, und 84 Gramm Hefe (2 Würfel) darin auflösen, dann zum Inhalt des Topfes zufügen. Kurz durchrühren, und mit Deckel abdecken.

Zwei Tage stehen lassen (an einem nicht zu kühlen Ort)

Fertigstellung

  • Währenddessen etwa 9 drucktolerante Literflaschen (Fruchtsaftflaschen aus Kunststoff mit Schraubverschluss sind geeignet) reinigen.
  • 200 g Zucker in wenig heißem Wasser lösen, ein wenig abkühlen lassen. Zum Topfinhalt dazuzufügen.
  • Mit dem Pastasieb die groben Stücke sowie einen Teil des Sediments aus dem Topf fischen. Ausdrücken, und Reste entsorgen.
  • Mit dem Messbecher aus der Brühe schöpfen, durch ein feines Sieb gießen – entweder direkt mittels Trichter in Flaschen, oder in weiteres Gefäß, zurück – erneut durch Sieb – in Messbecher, und von dort – wiederum durch Sieb – in Flaschen einfüllen.
  • Flaschen gut verschließen, und 3 Tage im Kühlschrank nach fermentieren lassen.

In dieser Zeit baut sich beträchtlicher Druck in den Flaschen auf – explodiert ist mir bisher noch keine. Wem der hohe Druck (welcher das Lösen von Kohlendioxid im Wasser fördert, und – in Verbindung mit Kühltemperaturen – damit die Formung von Kohlensäure) Sorgen bereitet, kann täglich durch vorsichtiges teilweises Öffnen des Schraubverschlusses diesen reduzieren.

Verzehrfähigkeit

  • Nach drei Tagen ist das Bier gereift und konsumfertig. Es sollte innerhalb von einer Woche verbraucht werden.
  • Allerdings sind mir auch Konsumenten bekannt, welche es vollständig ausgären lassen, und das Resultat als eine Art Ingwerschnaps (wobei die Schärfe den Eindruck von höherem Alkoholgehalt suggeriert als es tatsächlich enthält).

Getränk zu

  • Mahlzeiten, besonders zu Reis- und Fleischgerichten.

Verfasser: Bushmills

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